Deutsche Schriftsteller in Brasilien

 

 

Taschenbuch:

Die E-Book-Ausgabe dieses Buches bestellen Sie günstig für € 9,99 direkt beim Autor einfach über PAYPAL:

Ihre E-Mail

Werter Leser.
Auch unter allergrößter Zurückhaltung kann man die Zeichen der Zeit nicht mehr verkennen. Wir rasen mit einer irrwitzigen Geschwindigkeit auf eine weltweite, äußerst ernste Wirtschaftskrise zu, von der man leider sagen muss, dass sie hausgemacht ist. Unser Geld, Banken- und Börsensystem kann man nur als überholt, marode, korrupt und für die Zeit als nicht mehr tauglich bezeichnen. Nicht wenige Menschen befürchten sogar Anzeichen zu sehen, dass wir bewusst auf einen dritten Weltkrieg eingestimmt werden, denn der sei nicht mehr vermeidbar. Die größten Nutznießer eines solchen weltweiten Krieges wären vor allem das Pharmakartell, die Waffenschmieden und Nahrungsmittelkonzerne samt Samenmonopolisten.
Wir hatten fast ein Jahrhundert Zeit, die Dinge zu ändern, die Regeln zu straffen, dem Wahnsinn von Blindverkäufen, Derivaten, Bankanleihen, staatlichen Stützungen ein Ende zu bereiten, aus reiner Gier haben wir es nicht getan. Leider, muss man sagen. Wir haben tatenlos zugeschaut, wie immer gewaltigere Konzerne entstanden, denen unsere Kartellämter nichts mehr entgegenzusetzen hatten.
Nun werden die Schulden fällig, mit Zins und Zinseszins und es ist auf dem gesamten Erdball nicht annähernd ausreichendes Kapital vorhanden, um alle Schulden zu begleichen. Bezogen auf das weltweite Bruttosozialprodukt belaufen sich die Gesamtschulden bereits auf ein dreifaches dessen, was jährlich auf der Welt erarbeitet und geschaffen werden kann. Selbst wenn der Staat nun willkürlich Zugriff nimmt auf die kleinen Sparkonten, auf die Gelder der Kleinanleger, auf die von Sparern geschaffenen Rücklagen, weil die Renten eben schon lange nicht mehr sicher sind. Selbst dann wird es nicht reichen, die Schulden zu begleichen.
Dr. Echevers gibt in seinem Buch über den Menschen Johann Silvio Gesell und seinen Wirtschaftsideen eine Plattform, damit sich mehr Menschen mit der genialen Lösung auseinander setzen können. Mehr Leser sollen sich informieren können, dass bereits vor über einem ganzen Jahrhundert die Katastrophe absehbar war und Silvio Gesell ein Wirtschaftsmodell bis in alle Einzelheiten entwickelt hatte, welches die letzten schweren Währungszusammenbrüche, Börsenkräche und Finanzkrisen in elegantester Form verhindert hätte.
Es ist vielleicht noch immer nicht zu spät, dass sich unsere Führungseliten noch einmal mit Gesell beschäftigen. Meine persönliche Auffassung ist es allerdings, dass sie das weiterhin nicht tun werden, sondern sich stattdessen wie immer mit Machiavelli befassen. Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn ein paar kluge Köpfe der Welt jetzt zeigen könnten, dass wir noch einmal davon kommen. Wenn die Katastrophe in ihrem unvorstellbaren Ausmaß so eintritt, wie ich befürchte, wird nichts als wertloses Geld übrig bleiben, Völker, denen alles Hab und Gut genommen wurde, ein aufgebrachter, weil aller Hoffnung beraubter Mob wird sich erheben. Es wird zu unvergleichlichem Blutvergießen kommen und nichts wird mehr so sein, wie es einmal war.

Dabei wäre es so einfach, die Weichen in eine für alle angenehme Zukunft zu stellen. Lesen Sie diesen neuen Echevers, verstehen Sie die komplexe Idee von Gesell und tun Sie mir und sich selbst einen Gefallen: Reden Sie darüber. Vielleicht, wenn viele informiert sind, vielleicht gibt es doch noch eine Chance.

Herrenstrunden, im Dezember 2013

Dr. Eberhard Südhausen

 

 

Index

Widmung                                                                                           
Index                                                                                                   
Vorwort von Dr. Eberhard Südhausen                                    
Einleitung                                                                                           
Kapitel 1 –  Der Mensch Silvio Gesell                                    
Kapitel 2 – Geldlehre des Silvio Gesell                                  
Kapitel 3 – Bekenntnis eines Ketzers                                    
Kapitel 4 – Kritik an Zins und Zinseszins                               
Kapitel 5 – Die Idee                                                                      
Kapitel 6 – Freie Wirtschaft                                                       
Kapitel 7 – Freigeld                                                                       
Kapitel 8 – Freiland                                                                       
Kapitel 9 – Freihandel                                                                 
Kapitel 10 – Umlaufgesichertes Geld                                    
Kapitel 11 – Umsetzung                                                              
Kapitel 12 – Das Schwunggeld von Wörgl                            
Kapitel 13 – Fließendes Geld                                                    
Kapitel 14 – Was hat Gesell bewirkt?                                    
Kapitel 15 – Kommentar über Silvio Gesell                         
Kapitel 16 – Schmankerl: Briefe Silvio Gesell                      
Kapitel 17 – „Proletarische Hoffnungen und Aktionen“
Kapitel 18 – Vergleich zwischen Keynes und Gesell         
Schlussgedanken                                                                          
Literaturempfehlungen                                                              
Über den Autor                                                                              

 

 

Das Geld soll wie die Eisenbahn sein,
weiter nichts als eine staatliche Einrichtung,
um den Warenaustausch zu vermitteln,

wer sie benutzt, soll Fracht zahlen. (Silvio Gesell)